Energie und Emissionen

Energiemanagement

Für uns ist die Einsparung von Energie ein wichtiger Beitrag zum Umweltschutz und beeinflusst somit die unternehmerischen Entscheidungen. Dafür haben wir beispielsweise am Hauptsitz in München ein internes Energiemanagementsystem etabliert. Auf diesem Weg wird dafür gesorgt, dass kontinuierlich Energieverbräuche analysiert und Energieeinsparprojekte realisiert werden. In einem Strukturplan werden neue Projekte integriert und in einem Energiekatalog als sogenannte Vorprojekte dokumentiert. Die einzelnen Vorprojekte werden priorisiert und ihre Maßnahmen nach wirtschaftlichen und energiesparenden Aspekten zeitnah umgesetzt. Die Handlungsfelder erstrecken sich dabei beispielsweise von einzelnen Verbrauchsreduktionen über umfassendere Produktionsanpassungen und Sanierungen bis hin zum kompletten Austausch von Energie- und Versorgungsanlagen.

Eine weitere effiziente Möglichkeit zur Reduzierung unseres Energiebedarfs liegt auch in der Vermeidung beziehungsweise Senkung von Lastspitzen im (produktionsbedingten) Stromverbrauch. Über ein Energietool in der Gebäudeleittechnik (GLT) zeichnen wir die Verbrauchsdaten detailliert auf, die sowohl tageszeitlichen als auch wochentäglichen Schwankungen unterliegen. Nach erfolgter Analyse passen wir unsere Produktionsprozesse an, um eine gleichmäßigere und auch kostengünstigere Auslastung der Anlagen zu erreichen.

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Energieaudits

Wie wir vom externen Blick auf unser Energiemanagement profitieren

Durch unabhängige Energieaudits stellen wir sicher, dass die geltenden rechtlichen Anforderungen eingehalten werden. Gleichzeitig können wir so immer wieder auch Verbesserungen der Energieeffizienz und eine Verringerung des Energieverbrauchs erreichen.

Im Jahr 2015 wurden in unseren europäischen Werken externe Energieaudits gemäß DIN EN 16247 durchgeführt. So stellen wir einerseits die Einhaltung der geltenden rechtlichen Anforderungen des Strom- und Energiesteuerungsgesetzes sicher. Und anderseits werden durch die unabhängige Überprüfung weitere Verbesserungspotenziale in der Energieeffizienz und bei der Verringerung des Energieverbrauchs identifiziert.

Darüber hinaus werden alle operativen Standorte alle ein bis zwei Jahre in Hinsicht auf Umweltschutz, Betriebssicherheit und Energieeinsparkriterien intern überprüft.

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Energieverbrauch

Unsere Hauptenergieträger am Standort München

An unserem Standort in München werden vor allem die Energieträger Strom, Erdgas, technische Gase und Diesel eingesetzt. Trotz bereits umgesetzter Energiesparmaßnahmen, sehen wir hier noch weiteres Einsparpotenzial – ein Thema, das uns in den nächsten Jahren beschäftigen wird.

Die Standorte der KraussMaffei Technologies GmbH bezogen insgesamt rund 55 Mio. kWh Energie aus unterschiedlichen Energiequellen. Der Standort München ist dabei mit 52,8 Mio. kWh (95 Prozent) größter Verbraucher. Wir stellen im Folgenden vor allem die Kennzahlen und Maßnahmen dieses Standorts dar, da wir dort das größte Einsparpotenzial sehen.

Am Standort München werden die Energieträger Strom, Erdgas, technische Gase und Diesel eingesetzt. Dabei entfielen 2014 die größten Verbrauchsanteile mit 29,5 Mio. kWh auf Erdgas (56 Prozent) und mit 22,6 Mio. kWh (43 Prozent) auf Strom. Ein Großteil des Erdgases wird für die Herstellung von Fernwärme genutzt. Der Stromverbrauch ist einer der größten Kostentreiber der Energiekosten (73 Prozent).

Die größten Energieträger für Strom am Standort München waren dabei im Jahr 2014 mit 11,2 Mio. kWh die Produktionsanlagen (54 Prozent), mit 5,9 Mio. kWh (29 Prozent) die Umwandlungsanlagen, mit denen zum Beispiel aus Gas Fernwärme gewonnen wird, und mit 2,8 Mio. kWh die Beleuchtung der Büros und Produktionshallen (13 Prozent).

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Energiesparmaßnahmen und Emissionen

Wie wir mit modernen Anlagen unseren Energieverbrauch und unsere CO2-Bilanz optimieren

Wir arbeiten stets daran unseren Energieverbrauch zu senken. An unserem Standort in München haben wir dafür seit 2014 größere Projekte zur Energieeinsparung umgesetzt, die sich in den letzten Jahren bereits positiv niedergeschlagen haben. Aber auch für die kommenden Jahre sind weitere Maßnahmen in Planung oder bereits angelaufen.

In den letzten Jahren haben wir am Standort München bereits viele Maßnahmen umgesetzt, um den Energieverbrauch zu reduzieren. Eines der größten Projekte des Jahres 2014 war dabei die Modernisierung der Hallenbeleuchtung und Lichtsteuerung. Dafür haben wir 1.500 Quecksilberdampflampen (HQL-Strahler) durch 1.000 LED-Decken- und Seitenleuchten mit integrierter Tageslicht- und Präsenzsensorik ersetzt. Die intelligent gesteuerte LED-Technologie erfasst beispielsweise Bewegungsmuster oder die Tageslichtstärke und passt die Beleuchtungsstärke automatisch an.

Durch diese Maßnahme profitiert nicht nur das Unternehmen durch die Einsparung von Stromkosten, sondern auch die Mitarbeiter durch verbesserte Lichtqualität und erhöhte Arbeitssicherheit. Gleichzeitig wurden die CO2-Emissionen um fast 2.000 Tonnen pro Jahr verringert. Das Projekt wurde aufgrund der erfolgreichen Umsetzung auch für den Handelsblatt Energy Award 2016 in der Sparte „Industrie" nominiert.

Weitere bereits durchgeführte, umfangreiche Energieeinsparmaßnahmen beinhalten zum Beispiel die Sanierung der Wärmeschutzisolierung der Dächer und den Einbau neuer Dachluken in allen Produktionshallen in München, Direct-Digital-Control-Steuerungen mit Aufschaltung auf die Gebäudeleittechnik (GLT) im Bereich Heizung, Lüftung, Licht und Elektro-Erzeugung sowie neue Brunnenwasserpumpen und Steuerungen. Die Lüftungsanlagen wurden mit energiesparenden Motoren und Kreuzstromwärmetauschern zur Wärmerückgewinnung ausgestattet und ein sukzessiver Fensteraustausch zur besseren Wärmeisolation hat begonnen. Insgesamt wurden für diese Energiesparmaßnahmen über 700.000 Euro investiert.

Für die Zukunft sind weitere Projekte geplant. Zum einen kann durch die Anschaffung neuer Druckluftkompressoren der Energieverbrauch weiter gesenkt werden, was durch einen bewussteren Umgang und Anpassung der Verwendungsparameter noch unterstützt werden kann. Zum anderen sollen die Lüftungsanlage und das Steuerungssystem des Kantinensaals modernisiert werden.

Als größere Anschaffung soll 2017 die Nahwärmeversorgung in München von den bisherigen vier Kesseln, die mit Gas und Heizöl befeuert werden, auf ein Blockheizkraftwerk (BHKW) mit einer elektrischen und thermischen Leistung von 1.000 kWh umgestellt werden. In einem BHKW wird neben Wärme gleichzeitig auch Strom erzeugt. Durch die Nutzung der Energie zur Strom- und Wärmeerzeugung können Nutzungsgrade von mehr als 90 Prozent erreicht werden. Gleichzeitig wird ein BHKW vorzugsweise am Ort des Wärmeverbrauchs betrieben, so dass aufgrund der kurzen Wege kaum Energie verloren geht und sich der Wirkungsgrad erhöht. Wir erwarten uns durch die Inbetriebnahme des BHKW eine Verminderung der CO2-Emissionen von 4.000 Tonnen im Jahr.

Dass wir mit den in den letzten Jahren durchgeführten Sparmaßnahmen auf dem richtigen Weg sind, zeigen uns die Zahlen im Strom- und Gasverbrauch seit 2010. So konnte der Gasverbrauch an allen Standorten der GmbH (KMT) von 2010 (86 Mio. kWh) bis 2015 (35 Mio. kWh) mehr als halbiert werden. Der Stromverbrauch wurde von 2010 bis 2015 um 9,6 Mio. kWh reduziert.

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